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Flexi-Rente – weiter arbeiten neben der Rente

Der Bundesrat hat am 25. November 2016 dem „Gesetz zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben“ (Flexirentengesetz) zugestimmt.

Ziel der Flexi-Rente ist es, den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibler zu gestalten und gleichzeitig die Attraktivität für ein Weiterarbeiten über die reguläre Altersgrenze hinaus zu erhöhen.

Wer vor Erreichen der Regelaltersgrenze eine Altersrente bezieht, darf jetzt flexibler hinzuverdienen. Rentner mit einer vorgezogenen Altersente dürfen seit dem 1. Juli 2017 bis 6.300 Euro im Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Dies gilt auch für Renten, die aufgrund voller Erwerbsminderung zugeteilt werden. Bei Renten wegen teilweiser Erwerbsminderung wird die jährliche Hinzuverdienstgrenze individuell berechnet. Die Altersgrenze, ab der Sondereinzahlungen zum Ausgleich von Abschlägen vorgenommen werden können, ist vom 55. auf das 50. Lebensjahr abgesenkt worden. Diese Regelung ist ebenfalls am 1. Juli 2017 in Kraft getreten.

Nach Erreichen der Regelaltersgrenze soll sich ein Weiterarbeiten neben der Rente rentensteigernd auswirken. Diese Änderung ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Bislang wurden arbeitnehmerseitig keine Rentenversicherungsbeiträge fällig. Seit dem 1. Januar 2017 kann sich der Arbeitnehmer entscheiden, ob er freiwillig weiter Beiträge zur Rentenversicherung zahlen möchte. Dies muss dem Arbeitgeber gegenüber schriftlich erklärt und kann für die Dauer des Arbeitsverhältnisses nicht mehr geändert werden. Einmal im Jahr erhöht sich dann die Rente durch die vom Arbeitnehmer und Arbeitgeber gezahlten Beiträge.

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