Aktuelles Buchhaltung

Wichtig zum Jahreswechsel – Checkliste für gemeinnützige Organisationen

Gebot der zeitnahen Mittelverwendung und Rücklagenbildung
Um nicht in die Gefahr der Aberkennung der Gemeinnützigkeit zu geraten, ist es wichtig, das Gebot der zeitnahen Mittelverwendung und Rücklagenbildung zu beachten. Nach der „zentralen Vorschrift des Gemeinnützigkeitsrechts“ ist unter „zeitnah“ ein Zeitraum von 24 Monaten zu verstehen. Dies betrifft beispielsweise die Investition in Büromöbel, Ausstattung oder EDV.

Um den Verein finanziell zu stärken, können Rücklagen gebildet werden, die nicht unter das Gebot der zeitnahen Mittelverwendung fallen. Die Rücklagenbildung muss dokumentiert werden.

Ausnutzung des Übungsleiterpauschbetrages und der Ehrenamtspauschale
Vergütungen für bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten im Auftrag eines gemeinnützigen Vereins sind bis zu einer Höhe von 2.400 Euro im Jahr steuerfrei (sogenannte Übungsleiterpauschale nach § 3 Nr. 26 EStG). Das Gleiche gilt für Vergütungen für sonstige allgemeine nebenberufliche ehrenamtliche Tätigkeiten bis zu 720 Euro / Jahr (die sogenannte Ehrenamtspauschale, nach § 3 Nr. 26a EStG).

Umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer
Wer Kleinunternehmer ist, muss die Grenzen des UStG beachten. Bei Überschreiten der Grenzwerte (aktuell 17.500 Euro im Vorjahr und voraussichtlich EUR 50.000 im laufenden Jahr) unterliegt der steuerpflichtige Teil des Vereins im Folgejahr der Regelbesteuerung und muss Umsatzsteuer abführen, Vorabmeldungen einreichen und Umsatzsteuer auf den Rechnungen ausweisen. Dies gilt nicht für den gemeinnützigen Bereich. Durch die Verschiebung von Einnahmen kann hier gegebenenfalls die Überschreitung des Grenzwertes vermieden werden.